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Uraufführung eines Liedes von Stefan Peters beim Friedens

Uraufführung eines Liedes von Stefan Peters beim Friedens-Festival

TREUCHTLINGEN/NÜRNBERG – In der Meistersinger-Halle in Nürnberg ging am Dienstagabend (04.03.2003) – organisiert vom DGB – ein Friedens-Festival unter dem Motto „Live For Peace“ über die Bühne, das bei den Zuschauern bzw. Zuhörern merklich „Spuren“ hinterließ.

Die Bands, wie z. B. Purple Schulz, Cripple Creek, Ron Williams (siehe eigenen Bericht) und die Gruppe um Anne Haigis, machten direkt oder indirekt Front gegen den drohenden Krieg im Irak und gegen Krieg generell.

Friends for Peace

Kurzum: eine groß angelegte musikalische Friedensbotschaft. Mal einfühlsam, mal bluesig oder auch mal rockig gaben die Musiker ihre Songs zum Besten. Die vielen Akteure verzichteten dabei auf einen beachtlichen Teil ihrer Gage. Beim Finale stand schließlich Stefan Peters aus Rehlingen mit im Rampenlicht, flankiert von einer Reihe Prominenter. Hierbei wurde die Weltfriedens-Hymne präsentiert, deren Melodie er selbst komponiert und in Zusammenarbeit mit „Life Productions“ aus Gunzenhausen produziert hat (zum Songtext). Auf der in der Produktion befindlichen CD singt er auch den deutschen Text. An diesem Abend wurde allerdings die englische Version dargeboten. Die zahlreichen Besucher gingen gut mit, waren beeindruckt, zündeten Wunderkerzen an. Kurzum: eine tolle (Friedens-)Stimmung.

Fotos: Sieghard Hedwig

SIEGHARD HEDWIG

Der Künstler Ron Williams sieht die derzeitige US-Politik mit Skepsis

„Unvernunft im Weißen Haus“ „Wahlmanipulation und Kriegs-Lobby“ – „Nicht für dumm verkaufen lassen“


TREUCHTLINGEN/NÜRNBERG – Der Künstler und Musiker Ron Williams, selbst amerikanischer Abstammung, erteilt dem Kurs der derzeitigen US-Administration eine klare Absage. In einem Gespräch mit dem Treuchtlinger Kurier nach dem Friedens-Festival des DGB in Nürnberg wies er darauf hin, dass bereits der Ablauf der Wahl des jetzigen US-Präsidenten eher dubios gelaufen sei. Er nannte dies schlichtweg Wahlmanipulation. Er bedauerte auch, dass es in Anbetracht der immensen wirtschaftlichen und militärischen Macht der USA in der Welt derzeit keinen entsprechenden Gegenpol gebe, der eine gewisse „Balance der Vernunft“ gewährleiste. Und: „Der Großteil der Deutschen sieht in den Nachrichten nur die Reden von George W. Bush und dessen Kriegsansagen. Aber sie erfahren nicht, dass z. B. ein Großteil der Bundesstaaten in den USA schlichtweg pleite ist.“ Momentan sei aber ständig nur von Krieg die Rede. Dabei gebe es in seinen Augen eigentlich viel wichtigere Themen, denen man sich politisch widmen müsse, – in der Welt und auch in seiner Heimat.

Ron Williams mit Sandra Cellamare und Stefan Peters
Der Musiker Ron Williams (li.), hier im Bild mit Sina Hartertn (WZ) und Stefan Peters aus Rehlingen, der die Melodie für die Weltfriedens-Hymne komponiert hat. Foto: Sieghard Hedwig


Williams ging – noch im Verlauf des Friedens-Konzertes auf der Bühne – sogar soweit, zu sagen, dass er sich angesichts der derzeitigen US-Politik ein wenig schäme, Amerikaner zu sein. „Wenn wir nur nicht diesen Schwachkopf im Weißen Haus hätten“. Auf die Frage hin, ob er denn momentan eine große Kluft zwischen den Amerikanern und den Deutschen sehe, meinte er: „Diese Kluft gibt es eigentlich nur zwischen den Regierungen, aber nicht wirklich zwischen den Leuten, – und die sind gar nicht so blöd, wie manche Regierungs-Chefs manchmal glauben.“ Er bedauerte im Weiteren, dass sich – Demokratie hin, Demokratie her – zunehmend alles nur noch um Macht und Geld drehe. Wörtlich: „Da kann man manchmal das Vertrauen ins System verlieren“. Er sprach sich klar gegen den drohenden Krieg im Irak aus. „Aber was soll’s, der ist schließlich von ‘oben’ gewollt und beschlossen.“ Die Absicht der US-Administration, den Irak mit Bomben zu übersähen, um danach ein US-freundliches Regime zu installieren, hält Williams für „Blödsinn“. Wörtlich: „Das wird ein totales Chaos. Das kann überhaupt nicht funktionieren.“

SIEGHARD HEDWIG

Live for Peace - Festival für den Frieden