Berichte-Fans-Presse



musikfanclub.de


Das Internet Portal für Musikfanclubs

 

Ich denke mal

  Signierstunde am 25.2.03 bei Hertie am Stachus

Ich denke mal,  fast jeder von uns kennt die Serie Dallas – auch den Hauptdarsteller J.R. Ewing alias Larry Hagman. Wie oft saß man früher vor dem Fernseher und wollte sich diese TV Serie Dallas anschauen. Ich selber kann mich kaum noch daran erinnern, wie oft dies war. Diese Serie war immer spannend und fesselte jeden, sowie auch mich, vor dem Fernseher. Man wusste nie, welche Intrigen J.R. Ewing nun wieder ausheckte. So war es immer wieder faszinierend und ist es auch heute noch, der Familie auf der Southforkranch zuzusehen. Wir hatten damals zu DDR Zeiten nur 4 Programme, 2 davon waren verboten oder sollte man eigentlich nicht sehen. Leider macht man gerade die Sachen gern, die verboten sind. Und so konnten wir in der damaligen Zeit, die Serie Dallas sehen. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, den triffst du mal persönlich, hätte ich zu ihm gesagt, das glaubst du doch selber nicht.
Und doch sollte es anders kommen.   
Nichts ahnend las ich nach meiner Nachtschicht, die Bildzeitung und entdeckte einen Artikel, das J.R. Ewing eine Autogrammstunde bei Hertie am Stachus in München gibt. In mir tauchte nur noch ein Gedanke auf, da musst du unbedingt hin, koste es was es wolle und sei es nur um ihn mal kurz zu sehen. Auf der anderen Seite war allerdings der Gedanke in mir, was ist, wenn du ihn vielleicht gar nicht sehen kannst, weil ihn die Massen von Leuten bedrängen. Doch ich hatte Glück.



  Der privat sehr nette Amerikaner stellte seine Autobiografie vor, die ich mir kaufte und von ihm signieren ließ. Es herrschte ein großer Andrang von Menschen. Alle wollten, wie ich, J. R. Ewing live und persönlich sehen. Vielen gelang es, ein paar private Worte mit ihm zu wechseln, obwohl die Security aufpasste, das alles schnell von der Bühne ging und jeder mal sein Buch signieren lassen durfte. Eine Stunde ließ er sich Zeit, immer stets freundlich. Früher sah man ihn nur im Fernsehen und auf einmal steht man plötzlich vor ihm. Ein aufregendes Erlebnis. In meiner damaligen Zeit kaum vorstellbar gewesen, das man eines Tages auf weltberühmte amerikanische TV Stars trifft. Aber heute wurde ein Traum wahr. Zu viele Fragen schwirren einem da durch den Kopf aber wenn man vor ihm steht, ist alles vergessen. Es ist so, als ob man eine andere Welt betritt. Eine Welt, von der man früher immer dachte, es gäbe sie nicht. Das habe ich in diesem Augenblick gefühlt, als ich ihn heut zum ersten Mal live sah. Eine Faszination, die man selber kaum beschreiben kann. Ein unbeschreibliches Gefühl, den Mann mit dem Cowboyhut live zu sehen, welches in der Serie Dallas sein Markenzeichen war. Meine Hochachtung vor seinem schauspielerischen Können. In den Filmen konnte er immer verschiedene Charakteren spielen- eben ein echtes Allroundtalent. Eine Frau stand in der Menschenmenge, die einen Kassettenrecorder bei sich hatte und die Titelmelodie der weltberühmten Serie Dallas, womit Larry Hagman sehr erfolgreich wurde, vorspielte – eine Melodie, die wohl jeder von uns noch im Ohr hat. Ein junger Mann hatte wiederum eine Fotomappe mitgebracht, die Larry Hagman zeigte. Das war natürlich für das Fernsehen TV München etwas super interessantes und sie interviewten diesen jungen Mann, der schildern musste, was er empfunden hat, Larry Hagman alias J.R. Ewing heute leibhaftig und in voller Größe zu erleben. Trotz der vielen Jahre – Larry Hagman ist eine große Persönlichkeit. Er war der Held in der TV Serie Dallas und man vergötterte ihn, ganz egal, ob er nun einen Bösewicht spielte oder nicht. Die TV Serie Dallas wäre ohne ihn kaum vorstellbar gewesen. Er ist ein Idol auch heute noch für viele Menschen. Er verkörpert Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Dieser Tag war wieder einmal ein unvergessenes Erlebnis für mich.
 Nun noch ein bisschen etwas zu seiner Autobiografie – eine abwechslungsreiche Lebensgeschichte sehr humorvoll und nachdenklich erzählt. Ein echtes Lesevergnügen eines Mannes, der in der erfolgreichen TV Serie Dallas, rücksichtslose Verlogenheit verkörpert – privat ein durchaus sympathischer Mensch ist. Die Autobiografie ist voller Anekdoten über Persönlichkeiten im Showbusiness.
Seine erste Hauptrolle war der Major Tony Nelson in Bezaubernde Jeannie. Doch erst die Darstellung des skrupellosen Bösewichts J.R. Ewing in Dallas machte ihn weltweit berühmt. In seiner legendären Autobiografie erzählt Larry Hagman von seiner Kindheit als Sohn der legendären Bühnen – und Filmschauspielerin Mary Martin und seinen Militärdienst in London, wo er die schwedische Modedesignerin Maj Irene Axelson kennenlernte, mit der er seit fast 50 Jahren verheiratet ist. Larry Hagman spricht offen über seine Alkohol – und Drogenprobleme, die letztlich dazu führten, dass er sich 1994 einer Lebertransplantation unterziehen musste.
Ein spannendes Buch über den bezaubernden Bösewicht Larry Hagman. Sehr empfehlenswert zum Lesen.

Daniela Jäntsch